Dienstag, 19. Januar 2016

Dieser Weg...

Zwei Sätze fielen mir spontan zu diesem Bild ein:
'Der Weg ist das Ziel'
und 
'Geh deinen Weg und laß die Leute reden`.

Startfoto Januar Bilder-Pingpong 2016

Natürlich geht unser Weg, also unser Weg durchs Leben, nicht immer nur geradeaus. Wie auch auf diesem Foto zu sehen, gibt es Kurven und Krümmungen. Wir landen in Sackgassen, die uns zur Umkehr zwingen, befinden uns plötzlich auf einer Einbahnstraße, auf der ein Wenden bzw. ein Umkehren verboten ist.

Es gibt beschwerliche Wegstrecken, wo man nur mühsam vorankommt, wo es ständig bergauf geht. Aber dann geht es plötzlich wieder mit Riesenschritten ganz leicht bergab. Ab und zu geraten wir ins Stolpern, weil uns Knüppel zwischen die Beine geworfen werden. Wir rutschen aus, fallen hin. Dann lautet die Devise: aufstehen und weitergehen. Ob Sonnenschein oder Regenschauer, Schnee, Glatteis, es muß immer weitergehen, oft über hohe Brücken und durch dunkle Tunnel. Und dann kommt schon mal ohne jegliche Vorwarnung ein Hurrikan, der uns durch die Luft wirbelt, taumelnd nach dem Weg suchen läßt. Auch da geht es irgendwie weiter, wenn sich der Sturm gelegt hat.

Immer wieder heißt es: klaren Kopf behalten und die Ruhe bewahren. Für alles gibt es eine Lösung, einen 'Ausweg'.


Und manchmal geht man so ganz in Gedanken und aus Versehen den vermeintlich falschen Weg, von dem man erst viel später erkennt, dass es der genau richtige war. Zufall? Fügung? Schicksal? Wer hatte da die Hände im Spiel? Wie war noch die Sache mit dem Schutzengel?


Vielleicht konzentriert man sich manchmal auch zu sehr nur auf den Weg, schaut weder nach rechts noch nach links. Wie auch auf diesem Foto,  so gibt es immer etwas zu entdecken, an dem man sich erfreuen, über das man sich Gedanken machen kann. So wird es auf unserem Weg auch nie langweilig. Und man lernt so vieles dazu.

 Startfoto Januar Bilder-Pingpong 2016

Dieser Weg ist auf jeden Fall noch ziemlich neu. Er führt durch die Natur und er ist behindertengerecht. Das ist für mich das Besondere und das Beste an diesem Foto.

Menschen, die im Rollstuhl sitzen, auf den Rollator angewiesen sind, haben hier die Möglichkeit, sich trotz ihres Handikaps in der Natur zu bewegen, die Jahreszeiten mit all der wunderbaren Flora und Fauna zu erleben und sich daran zu erfreuen.


Auch junge Eltern können hier den Kinderwagen schieben, ihre etwas größeren Kinder mit dem Roller oder Rädchen neben sich herfahren lassen, ohne ständig auf den Verkehr achten zu müssen, ihre Kinder die Natur 'be-greifen' und 'er-leben' lassen.

Jung und Alt können sich hier ohne Großstadtlärm entspannt mit einem Lächeln begegnen, ins Gespräch kommen.

 Startfoto Januar Bilder-Pingpong 2016

Obwohl ich es liebe, auf weichen Waldwegen durch das raschelnde Laub zu spazieren, halte ich diesen Weg für eine großartige Idee. Es sollte noch viel mehr davon geben; denn es könnte ja sein, dass ich eines Tages selbst auf solch einen Weg angewiesen bin, um mich am Vogelgezwitscher zu erfreuen, meine alten Freunde, die Bäume, zu besuchen und für ein paar Stunden den Geruch des Waldes einzuatmen.


Der dritte Text, der mir zu dem vorgegebenen Bild einfiel, ist der Songtext von Xavier Naidoo, wo es u.a. heißt:

'Dieser Weg wird kein leichter sein,
dieser Weg wird steinig und schwer.
Nicht mit vielen wirst du dir einig sein, 
doch dieses Leben bietet so viel mehr'.

Zum ersten Mal möchte ich  am 'Bilderpingpong' teilnehmen und verlinke diesen Text deshalb bei schreibtischwelten.

Verlinkt mit:
http://www.schreibtischwelten.de/2016/01/19/bilder-pingpong-die-ergebnisse-im-januar/

 

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Tag.
 

Kommentare:

  1. Liebe Edith,
    herzlich willkommen beim Bilder-Pingpong. Ich freue mich sehr, dass Du zu uns gefunden hast. Deine Gedanken berühren vieles, was mich bei diesem Bild auch bewegt hat. Die Barrierefreiheit allerdings habe ich so noch gar nicht wertgeschätzt - dabei ist Behinderung in meinem Leben ein wichtiges Thema.
    Danke also für deinen Text und die Collagen. Herzliche Grüße von Lucia

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  2. Ein wunderbarer Spazierweg, liebe Edith! Ich gebe Dir Recht, obwohl ich auch die unebenen Waldwege sehr mag und das Laubgeraschel vermissen würde, ist dieser Weg eine schöne Alternative für Jung & Alt ;)) Herzlichst, Nicole

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  3. Wie schön, liebe Edith, dass du dabei bist! Und was du für nachdenkenswerte Gedanken aufgeschrieben und so toll ins Bild gesetzt hast. Die Collage mit den Schneeglöckchen, die sich durchs Laub schieben, mag ich ganz besonders. Und Alten- und Behinderten-gerechte Wegesysteme werden in unserer alternden Gesellschaft immer wichtiger werden... Wobei ich auch immer gern daran zurück denke, wie wir mal an einem Naturtag mit einer Gruppe Demenz-Erkrankter u. a. über eine Wiese gelaufen sind: "Wie weich das ist..." - was wir Menschen alles vorenthalten..., weil wir (scheinbar Gesunden) denken, es ginge nicht (mehr), wäre zu unsicher usw. Also pflanzen wir vielleicht noch ein paar Grassofas neben den Weg ;-) Liebe Grüße Ghislana

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  4. Liebe Edith, dein Post berührt mich ebenso wie der Refrain...auch der Weg, der nicht immer geradeaus führt bietet die Chance sein Augenmerk auf das Wesentliche zu richten und daran zu reifen. Wundervolle Eindrücke...diese Wege für Menschen mit oder ohne Handicap sollte es öfter geben.
    LG Marita

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  5. Ich muss schon sagen, da ist dir ein sehr aussagekräftiger Post gelungen, mit vielen Weisheiten bestückt und schönen Bildern dazu.
    Du hast dir wirklich Gedanken gemacht über das Vorgabefoto!
    Ich verwende übrigens das Bildbearbeitungsprogramm:
    https://pixlr.com/
    das ist kostenlos und man kann es online benützen.
    Liebe Grüße

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  6. Danke, liebe Jutta, ich werde schnellstens in das Bildbearbeitungsprogramm reinschauen. Ich freue mich immer unbeschreiblich, wenn ich (wieder mal) etwas
    Neues dazu gelernt habe. Unglaublich, was heutzutage alles machbar und möglich ist!
    Liebe Grüße Edith

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  7. Hallo Edith, es finden sich viele Gedanken zu diesem Foto auch in meinem Kopf,
    die deinigen hast du sehr gut umgesetzt und ausgedrückt.
    Am liebsten würde ich diesen vorgegebenen Weg einmal selber gehen,
    um zu schauen wo er hinführt?
    LG Heidi

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  8. Sehr schöne Gedanken und so wahr.
    Du hast die Gabe, solche Gedanken sehr gut auszudrücken.

    Viele Grüße
    Margrit

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  9. Toller Text und wunderschöne Bilder!

    lg kathrin

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  10. Ich glaube ja schon lange nicht mehr an Zufälle. Mal Zufall, mal nicht, wo wäre da die Gesetzmäßigkeit? Wir entscheiden das wohl immer ganz eigennützig, das Positive verbuchen wir gerne auf unserem Konto, das Negative kommt von außen, ist gerne Schicksal, Pech, Vererbung etc., hat jedenfalls gar nichts mit uns zu tun. Da geben wir gerne die Verantwortung ab.
    Ich glaube, wir müssten wieder mehr uns selbst vertrauen, denn alles was geschiet ist in irgendeiner Weise gut und nützlich, auch wenn wir es nicht immer sofort merken. Wieso sollte auch Gott, oder wie immer man "ihn/sie/es" nennt, uns Böses wollen?

    LG Sabine

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  11. Liebe Edith, wie wunderbar Deine Worte mit Deinen Bildern ineinander fließen, wir Du den Weg Deiner Gedanken und tollen Sichtweisen gehst, wie liebevoll Du uns mitnimmst. Zauberhaft. Dankeschön dafür :-) Bei vielem habe ich gleich Erinnerungen, Erfahrungen, Gedanken, Bilder vor Augen... Herzlichst, Doreen

    ps: Herzlichen Dank für Deine Sicht auf meine Collage. Die interessanten Bilder wirken in mir und ich habe die Idee aus den unterschiedlichen Sichtweisen in den Kommentaren einen Text zu schreiben, etwas buntes, kreatives, vielleicht ein Gedicht... Mal schauen...

    Und Dein Name, Staudenflüstern, ist ja der Hammer!

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  12. Hallo Edith!
    Erst einmal herzlichen Dank für deinen Besuch bei mir im Wortperlen-Blog!
    Wunderbare Worte und so viele Sichtweisen hast du zu dem Starterbild gefunden...und auch dein bildliche Untermalung dazu gefällt mir sehr!
    Ich sehe gerade, dass du ein Frischling im Bloggerland bist. Ich wünsche dir hierfür auch einen Weg, der dich zu wunderbaren Menschen führt.

    Liebe Grüße

    Anne

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  13. (Liebe Edith, zur Bildbearbeitung habe ich gleich in meinem Muster-Post geantwortet)

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  14. Hallo Edith,
    gerne würde ich diesen Weg auch einmal entlang spazieren. Er erinnert mich an die Wege durch das Hohe Venn im Urlaub 2014.
    Schön finde ich auch die ersten Schneeglöckchen.
    Liebe Grüße von Ingrid

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  15. ...wie gut ich deinen Gedanken folgen kann, liebe Edith,
    schön hast du sie niedergeschrieben,

    lieber Gruß Birgitt

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  16. Das hast Du wunderbar geschrieben, liebe Edith! Dabei mußte ich auch an die Geschichte vom Teppich denken, die ich mal im Zusammenhang mit Corrie ten Boom las. Von den verschlungenen Pfaden/Wegen, die uns Menschen auf der Erde nicht auf den ersten Blick erkennbar sind, warum sie so und nicht anders verlaufen .... ähnlich der vernähten Fäden eines auf der Oberseite wundervoll aussehenden Perserteppiches.

    Diese Weg finde ich übrigens eine geniale Idee! So etwas vermissen wir in unserer Gegend! Meine Mutti geht am Rollator und den Wald meidet sie inzwischen, obwohl sie so gerne darin spazieren würde - doch diese Holperwege sind einfach zu anstrengend und beschädigen außerdem die Rollatoren. Und diese Zeit wird wohl jeden von uns einmal erwarten, wenn wir sie denn erleben, daß wir froh über solche Wege sein werden.

    Liebe Grüße
    Sara

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  17. Oh ja, mit den letzten Zeilen Deines Posts hast Du ja so recht liebe Edith! Zum ersten Mal wurde ich auf das Problem mit dem Rollstuhl richtig aufmerksam, als meine Großmutter mit über 100 Jahren plötzlich im Herbst nicht mehr im Garten sitzen wollte, sondern 'in den Wald' wollte. Das hatte wohl etwas mit ganz intensiven Kindheitserinnerungen zu tun, denn die ca. 50 Lebensjahre zuvor wollte sie Haus & Garten nur sehr ungern verlassen. Und spätestens seit den 70ern begleitete sie meinen Großvater auch nicht mehr auf Reisen. Da der Wald aber ziemlich weit weg war, unternahm ich dann zunächst eine Ausfahrt durch die Siedlung mit ihr. Doch da es dort noch viele klassische Ligusterhecken in den Vorgärten gibt, die jetzt erst nach und nach durch Metallzäune & immer mehr Steinwüsten auch für Rollstuhlfahrer einsehbar sind, wurde ihr die Ausfahrt schnell viel zu langweilig. Und mit dem schweren & unhandlichen Kassen-Rollstuhl für alte Frauen wäre eine Ausfahrt in den matschigen Wald mit schlecht befestigten Wegen leider ohnehin unmöglich gewesen. So waren das Rascheln vom Herbstlaub auf einigen Fußwegen und ein paar Blümchen, die sich vor den akkurat geschnittenen Hecken angesiedelt hatten dann leider ihr letztes Außenerlebnis …
    Daher finde ich diesen Pfad wirklich lobenswert. Nur mit einem schwergängigen Rollstuhl ist der gewundene Pfad sicherlich auch schon eine Herausforderung. Und für Gegenverkehr oder Überholvorgänge mit etwas zügigeren Rollator kommt mir der Weg auch etwas zu schmal vor.

    Aber etwas anderes fällt mir zu dem Thema wieder ein, was mich normalerweise auch zum Posten motiviert: Als wir unseren Garten noch im Rahmen der offen Pforte Hannover geöffnet hatten, kam auch eine Rollstuhlfahrerin, die wegen der schmalen Waldpfade und dem Steg in unserem Garten nicht in den hinteren Teil zur Betonfläche gelangen konnte. Aber sie fühlte sich trotzdem am Wiesenrand so wohl bei uns, dass sie auch zum zweiten Termin zu uns kam. Da sie die Natur unseres Gartens ganz nah im www im Wandel der Jahreszeiten miterleben konnte. Jedenfalls so dicht, wie sie es als Rollstuhlfahrerin normalerweise nicht erleben kann …
    LG Silke

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  18. JAAAA des LEBEN ist ein AUF und AB,,,,

    mit den HOLZWEG find i super
    i werd des mol unsern BÜRGERMEISTER vorschlagn
    vielleicht kann der in de BERG ah sooooo wos macha,,,,ggg

    hob no an feinen ABEND
    bis bald de BIRGIT
    und DANKE für de liaben WORTE bei mir,,,,,,

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