Donnerstag, 17. November 2016

Der Hirnforscher sagt 'nein' und was sagt Ihr? Empfinden Tiere Liebe?


Wer, liebe Leserinnen und Leser, denkt schon im November an eine grüne Wiese mit blühendem Löwenzahn und Pusteblumen?

Impulsbild beim Bilder-Pingpong
Beim ersten Blick auf Lucias Impulsbild stach mir nur die Wasserpfütze ins Auge und ich musste ganz automatisch an die Redensart 'Stille Wasser sind tief' denken, die ich während meiner Kindheit mit einem Augenzwinkern von Zeit zu Zeit zu hören bekam und die mit meinem 'höflich-still-und-bescheiden-Image' in einem gewissen Widerspruch stand. Ja, ich war ein stilles Kind. Aber ich war nicht auf den Mund gefallen, war auch gerne fröhlich und wild. Für mich war das kein Widerspruch. Alles zu seiner Zeit...



Erst auf den zweiten Blick bemerkte ich die Löwenzahnwiese, für mich ein magischer Platz mit einer besonderen Aura. 


Mir war im Laufe der Jahre immer mal wieder aufgefallen, dass es ein Ort zu sein scheint, wo insbesondere auch Tiere liebevoll miteinander umgehen. Und oft habe ich mich gefragt: Empfinden eigentlich Tiere Liebe? Haben sie auch wie der Mensch ein Verlangen nach Zärtlichkeit und Nähe? Was glaubt Ihr?


Der US-Hirnforscher Antonio Damasio unterscheidet bei Tieren zwischen Emotionen und Gefühlen. Er kommt zu dem Schluss, dass Tiere zwar Emotionen haben, jedoch keine Gefühle empfinden. Das würde 'ein Bewußtsein ihrer selbst' voraussetzen, was allein den Menschen vorbehalten sei. Dazu möchte ich mich nicht äußern. Und leider können uns die Tiere selbst nicht darauf antworten. Oder doch? Vielleicht verstehen einige Menschen nur diese Sprache nicht oder wollen sie nicht verstehen...?

 

Der bekannte Verhaltensforscher Konrad Lorenz und die Primatenforscherin Jane Goodall waren da anderer Ansicht.



Die US-Biologin Cynthia Moss berichtete darüber, dass sie trauernde und weinende Elefanten erlebt und gesehen habe.









 

Vielleicht gibt es dafür ja eine plausible Erklärung und ein Wünschelrutengänger könnte das Geheimnis lüften, weshalb bestimmte Wiesen Orte des Friedens und der Harmonie sind.


Und bei kindlichem Spiel wurde hier auch schon mal der Grundstein für Vertrauen und Wertschätzung gelegt, aus dem Jahre später Liebe erwuchs, die sogar zu einem Bund fürs ganze Leben führte. 



Wo Liebe ist, da gibt es auch Leid. Da werden auch schon mal aus Liebeskummer dicke Krokodilstränen vergossen, symbolisiert durch die Wasserpfütze.  


Wir haben November. Draußen ist es nasskalt und ungemütlich. Ich begebe mich jetzt auf meine ganz persönliche 'Löwenzahnwiese', kuschel mich in meine warme Wolldecke, wärme meine kalten Hände an einer heißen Tasse Tee und schau mir meinen Lieblingsfilm an.




Und wie entflieht Ihr dem tristen November? Was ist Eure 'Löwenzahnwiese'? Macht es Euch kuschelig, wie auch immer, vielleicht sogar mit Eurem Lieblingstier...?
 

Kommentare:

  1. Liebe Edith,
    so viel Grün! Das tut wirklich gut in diesen grauen Tagen. Aber stell Dir vor, mein Pfützenfoto stammt von Ende Oktober. Ich hatte mich damals über den Löwenzahn sehr gefreut. Deine Gedanken zu den Tieren mag ich sehr.
    Auch dein Kommentar zu meiner Collage und dem fehlenden kraftvollen Grün arbeitet in mir ;)
    Vielleicht mache ich mich noch einmal an die Arbeit.
    Hab herzlichen Dank. Viele Grüße von Lucia

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  2. Gefühle, Emotionen...? Wir lieben unser Tier. Und daß er das auch tut, das drückt er fortwährend aus. Der Rest ist egal. Liebe Grüße.

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  3. Das hast du wunderbar ausgearbeitet (nur 1 Foto)und so viele Gedanken dazu geschrieben und Fotos gezeigt. Ja, ich glaube schon, daß sich Tiere lieben oder besser gesagt, eine Mutter/Kind-Beziehung besteht. Meine Zwerghühner damals wollten ja unbedingt brüten, aber für die Kükenaufzucht hielten sie nicht so lange durch, sie wollten am Abend lieber auf die Stange sitzen und ließen ihre Küken am Boden sitzen und schreiben. Ich mußte sie manchmal in Hsenstall sperren, so daß sie ihre Küken wärmten. Auch habe ich bei einer Mischlingshenne immer die Eier wegnommen, sie war aber nicht dumm, und flog immer aus dem eingezäunten Bereich und legte ihre Eier versteckt ab. Abends war sie immer da und ging auch in den Stall, so daß ich es gar nicht bemerkte, bis sie eines Abends ganz fehlte und ich auf die Suche ging, ich fand sie brütend unter einem Wachholderbusch. Sie war eine gute Mutter. Später dann, wenn die Küken erwachsen waren ging ich mit ihnen zu Ausstellung, meistens 2-3 Tage waren sie von anderen getrennt. Du glaubst nicht, wie die bei der Zusammenführung gezankt hatten. Aber auch ich fand ein Trick, nachdem ich stundenlang im Hühnerstall saß und sie außeinander hielt. Bei den Pferden muß man auch das Fohlen von der Mutter trennen, da ist die Bindung noch viel intensiver.
    Zu der Löwenzahnwiese, das ist ein Lichtblick im November, ich habe immer viele Jungpflanzen in meinem Garten, jedes Jahr neu.
    Grüße von Ilona

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  4. Liebe Edith, ich bin immer wieder überrascht, was so ein Foto auslösen kann, und auf was man alles kommt, wenn man es so genau wie du betrachtet. Das Tiere Gefühle haben und ausdrücken können und das auch tun - ich bin felsenfest davon überzeugt. Einer unserer Kater damals hatte sich mal ein spitzen langen Knochen senkrecht ins Maul gerammt, das dann offen stehen blieb, er konnte nicht mehr fressen und trinken und litt große Schmerzen... Mein Vater steckte ihn in eine Kiste und fuhr mit ihm in die Tierklinik, wo man ihm den Fremdkörper entfernte. Der sonst sehr selbstbewusste und eigenständige Kater wich uns anschließend lange nicht von der Seite, umschnurrte unsere Beine, schlief auf unserem Schoß, als wäre er so dankbar. Was sage ich "wäre", er war es. Danke wieder einmal für deine Gedanken, liebe Edith, und fürs Mitspielen. Lieben Gruß Ghislana

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  5. viel schönes bei dir zu sehen und zu lesen mit diesem pingpong * und von tiere haben wir noch viel zu lernen :) wollte dir auch sagen dass bei mir das bild mit der schwalbe und amsel nicht verarbeitet ist (selten bei mir), es war ein foto dass ich ende okt in süd-frankreich aufgenommen habe.
    liebe grüsse !

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  6. Katzen sind die besseren Menschen sagt man und das gilt wohl bei Tieren genauso.

    Schön hast du das ausgearbeitet und es gibt viel zu lesen :-))).

    Ich sehe diese Liebe fast täglich bei meinem Sohn und seinem Kater Henry, der ihm nicht von der Seite weicht. Der an der Tür sitzt und auf das Herrchen wartet und ihn dann begrüßt. Es ist wirklich Freundschaft und Liebe. Er hat ihn damals als kleines Katerchen bei der Züchterin abgeholt und da schon haben sich die Beiden geliebt.

    Es ist unbeschreiblich, das mit anzusehen. Wunderbar. Ist Henry bei mir in Pension hockt er da und rührt sich nicht und Fell und Gesicht hängen traurig da. Da ist Penelope anders, sie trauert zwar auch, aber sie passt sich an.

    Schön, hat du das gemacht.

    Lieben Gruß Eva

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  7. Liebe Edith
    Ein weiteres sehr schönes Thema. Ich kann dazu nur sagen...schau deinem Tier tief in die Augen und sie sagen mehr als tausend Worte. Da ist unendlich viel was dir ein Tier gibt und der Mensch oft genug nicht zurück geben kann oder will. Tiere sind eine Bereicherung für den Menschen... für die Seele. Ihre Liebe ist wahr und bedingungslos. Wir könnten sehr viel von ihnen lernen. Schöner Post und sehr gut ausgearbeitet.
    Ganz viele und liebe Grüße
    Kai

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  8. Liebe Edith,
    eigentlich hatte ich vor Dich für den "Liebsten Award" zu nominieren...aber in 2 anderen Blogs bekam ich die Info, dass Du gerade nominiert wurdest, und bei Doris hast Du geschrieben, dass Du Deine "Bearbeitung" dieses Award zunächst abgespeichert hast, weil andere Posts Vorrang haben...Ich gehe daher davon aus, dass es Dir recht ist, wenn ich Dir nicht auch noch einen weiteren Award übermittele?!?? Ich hoffe zumindest dass dies in Deinem Sinn ist?!
    Alles Liebe
    Heidi

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  9. Genauso ist es, liebe Heidi, aber ich freue mich trotzdem, dass Du an mich gedacht hast, obwohl mir, nachdem ich mich mit dem Award befaßt habe, schon erhebliche Zweifel und Bedenken kamen.
    Liebe Grüße
    Edith

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